Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Durchmesser: 17,5 cm.
Im unteren Bereich des Nagels mit eingeschlagenem
Namenszug „UECKER“.
Der Nagel wurde seit Ende der 1950er-Jahre zum zentralen Gestaltungsmittel Günther Ueckers. Als alltägliches Material löst er sich bei Uecker von seiner ursprünglichen Funktion und wird zum künstlerischen Zeichen. Dabei vereint er scheinbare Gegensätze: Härte und Verletzlichkeit, Aggression und Poesie, Abwehr und Berührung. Uecker selbst widersprach einer rein aggressiven Deutung seines Schaffens: „Ich habe mich nie als Attackierer gesehen. [...] Es ist Zärtlichkeit, die aber eine Impertinenz hat, eine Aufdringlichkeit. Diese Zärtlichkeit ist eine Liebessehnsucht.“ Gerade in der monumentalen Skulptur „Nagel“ wird diese Ambivalenz unmittelbar erfahrbar: Der vertraute Gegenstand erhält durch seine Vergrößerung eine ebenso kraftvolle wie eindringliche Präsenz.
Der deutsche Maler und Objektkünstler von internationalem Rang war bekannt für seine reliefartigen Nagelbilder. Ein Teil seines Werkes ist der sogenannten Kinetischen Kunst zuzuordnen. Er lebte und arbeitete in Düsseldorf und St. Gallen.
Provenienz:
Direkt vom Künstler in bedeutende Privatsammlung, Süddeutschland.
Anmerkung:
Eines von 100 Exemplaren.
Herausgeber: Galerie Waßermann, München. (1490612) (14)