Auktion: 11 Tage
Stand 12.03.2026
Bronze; gegossen, mittelbraun patiniert. Auf einem Felsblock steht eine junge Frau mit gefalteten Händen unter ihrem Kinn, ohne dieses zu berühren, sodass der Kopf die Spannung nicht verliert, die dem Körper inneliegt und in einer Linie von dem rechten Fuß über den Rücken bis hin zum hohen Scheitel des Kopfes fortgeführt wird, während das linke Bein im rechten Winkel auf einem Felsbocken ruht.
1910 beschließt die Familie Lehmbruck nach Paris zu ziehen, wo Wilhelm Lehmbruck Auguste Rodin (1840 – 1917) in dessen Atelier in Meudon besucht. Lehmbruck präsentiert im Folgenden seine Werke auf dem Salon der Société nationale des Beaux-Arts, der Berliner Secession, der Kölner Sonderbund-Ausstellung sowie der Armory Show in den USA. In der Pariser Zeit entstehen einige seiner wichtigsten Werke wie die „Stehende weibliche Figur“ (1910), die „Kniende“ (1911), „die Große Sinnende“ (1913) und der „Emporsteigende Jüngling“ (1913/14). Als der Erste Weltkrieg ausbricht, muss die Familie nach Deutschland zurückkehren.
Literatur:
Vgl. August Hoff, Wilhelm Lehmbruck, Life and Work, London 1969 (ein anderer Guss auf Seite 66–67).
Vgl. Reinhold Heller, The Art of Wilhelm Lehmbruck, Washington 1972, Nr. 15 (ein anderer Guss auf Seite 87).
Vgl. Dietrich Schubert, Die Kunst Lehmbrucks, Stuttgart 1981, Nr. 125 (Tafel 79 mit der Gipsausformung).
Vgl. Dietrich Schubert, Die Kunst Lehmbrucks, Dresden 1990, Nr. 133 (die Gipsausformung auf Tafel 85). (14701719) (13)