Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Die Eigenhändigkeit wurde laut Einlieferer von Paul Huys Janssen bestätigt.
Das Gemälde ist großformatig angelegt, was auf einen kirchlichen Auftrag schließen lässt. Gezeigt wird die Szene aus der Apostelgeschichte (Apg 12,6–7), wonach Petrus von einem Engel aus dem Kerker befreit wird. Die Darstellung beschränkt sich auf die Wiedergabe eines schlichten kahlen Raumes, in dem Petrus wie aus dem Schlaf erweckt erscheint. Fassungslos hält er seine Hand an die gerunzelte Stirn, die geöffneten Augen wie vom Licht geblendet. Dagegen ist das Gesicht des jugendlichen Engels, rechts, mit halblangem Haar und vorgestrecktem Arm im Schatten wiedergegeben. Seine Fingerhaltung deutet auf eine Aufforderung des Nachfolgens. Seine linke Hand hält den Riegel der geöffneten Türe dahinter, von der die Beleuchtung der Szene ausgeht. Das Gemälde ist inhaltlich identisch mit Honthorsts Werk in den Staatlichen Museen zu Berlin von 1616/18, (Leinwand 129 x 179 cm.). Ob es sich hier um eine eigenhändige Wiederholung des Motivs handelt oder um Mitwirkung der Werkstatt bedarf noch der Forschung.
Literatur:
Vgl. J. Richard Judson und Rudolf E. O. Ekkart, Gerrit van Honthorst. 1592–1656, Doornspijk 1999. (1490779) (13)
Gerrit van Honthorst,
1590 Utrecht – 1656 ibid., attributed
THE LIBERATION OF SAINT PETER FROM PRISON
Oil on canvas. Relined.
130 x 177 cm.
According to the consignor, Paul Huys Janssen confirmed the painting as an autograph work by van Honthorst.
The composition of the present painting corresponds to that of Honthorst’s work of 1616/18 in the Staatliche Museen zu Berlin (oil on canvas, 129 x 179 cm). Whether the present work is an autograph repetition of the composition or was executed with workshop assistance remains a matter for further research. Restored.
Literature:
cf. J. Richard Judson and Rudolf E. O. Ekkart, Gerrit van Honthorst. 1592 – 1656, Doornspijk 1999.