Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Gezeigt ist die Szene des Neuen Testaments, wonach Petrus in der Nacht nach der Gefangennahme Jesu die Zugehörigkeit zu dessen Jüngerkreis aus Angst dreimal leugnet, um sich der Gefangennahme zu entziehen. Das Thema hat der Maler hier in Halbbildnissen nahe an den Betrachter herangeführt vorgestellt. Zur ersten Verleugnung kommt es, als Petrus sich im Hof des Hohepriesters an einem Kohlenfeuer wärmt und, wie auf dem Gemälde, rechts eine Magd mit weißer turbanartiger Kopfbedeckung anschuldigend mit ihrem Zeigefinger auf ihn weist, während Petrus mit leicht hochgezogenen Schultern und abwehrender Geste leugnet. Seine innere Erregung drückt sich im Blick, aber auch im aufgelösten grauen Haar aus. Zwischen den beiden Figuren erscheinen im Hintergrund zwei Männergesichter, die sich skeptische Blicke tauschen. Qualtitätsvolle Darstellung in starker Hell-Dunkel-Wiedergabe, was darauf hinweist, dass der ab 1612 in Rom lebende Künstler unter bestimmenden Einfluss Caravaggios stand (1570/71–1610), was zu einem bleibenden Merkmal seiner Bildauffassung wurde, wie in dem vorliegenden Werk erkennbar ist. (14908721) (18)
Dirck van Baburen,
ca. 1594 Utrecht – 1624 ibid., attributed
THE DENIAL OF SAINT PETER
Oil on panel, partially parquetted.
62.5 x 88 cm.