Auktion: 13 Tage
Stand 10.09.2026
Auf dem Klingenrücken nummeriert 3/8.
Auf repräsentativem Plexiglasstand.
Bronze; gegossen, patiniert. Dolch mit Scheide in Bronze. Der Griff plastisch gestaltet mit erkennbaren Fabelwesen. Die zweischneidige Klinge in Eisen. Die Scheide röhrenförmig, einem Bambusrohr entsprechend, daran feine figurative Ätzungen sowie die Signatur „P. Go“. Douglas Cooper wies darauf hin, dass die Kurzsignatur, die Gaugin auch auf seinen Gemälden erstmalig ab 1888 für einen Zeitraum von fünf oder sechs Jahren verwendete, deshalb eine Datierung zwischen 1887 und Ende 1889 nahelegt. Gauguin schuf das Modell zu diesem Dolch nach kunsthandwerklichen Vorbildern der polynesischen Kultur. In gewissem Sinne scheint er Artefakten dieser Ethnie in Bronzematerial ein Denkmal an vergängliche Objekte dieser Kunst beabsichtigt zu haben. Dies erklärt auch, dass Gauguin auch andere solcher Gegenstände in Bronze gießen ließ. Das Interesse an der Schaffung eines Dolches wird dadurch erklärt, dass Gauguin selbst ein passionierter Fechter war. Von diesem Dolch wurden 8 nummerierte Exemplare und 4 Épreuves d‘artiste gegossen.
Literatur:
Vgl. Gaston Varenne, Les bois gravés et sculptés de Paul Gauguin, in: La Renaissance de l‘art français et des industries de luxe, Nr. 12, Dezember 1927. (1491332) (13)
Paul Gauguin,
1848 Paris – 1903 Atuona, Hiva Oa, French Polynesia
PAUL GAUGUIN´S DAGGER
Length: 35.2 cm.
Monogrammed on the sheath.
Numbered 3/8 on the spine of the blade.
Bronze; cast and patinated. Dagger with bronze sheath. The sculptural handle decorated with recognisable mythical creatures. Double-edged iron blade.Signed “P. Go”. Douglas Cooper points out that this abbreviated signature, which Gauguin also first used on his paintings in 1888 and continued to use for a period of five or six years, suggests a date between 1887 and the end of 1889. Eight numbered examples of this dagger and four artist’s proofs were cast.
Literature:
cf. Gaston Varenne, Les bois gravés et sculptés de Paul Gauguin, in: La Renaissance de l’art français et des industries de luxe, no. 12, December 1927.